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Leckagesuche + Visualisierung von Leckagen Wo befinden sich die Luftundichtigkeiten? Wie kann ich die Stellen herausfinden?

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Alt 10.12.2014, 13:08   #1
S.Simon
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Registriert seit: 10.12.2014
Ort: Alzenau
Beiträge: 4
Standard Bachelorarbeit Leckagesuche

Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen
Ich bin neu hier im Forum und habe bereits mit Begeisterung einige Artikel gelesen und mich Intensiv mit dem Buch des „Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. „befasst.
Nun stehe ich in meinem Studium (Bauingenieurwesen) kurz vor dem Abschluss.
Wie aus der Überschrift bereits zu entnehmen würde ich gerne meine Bachelorarbeit über die Leckagen Ortung schreiben.
In diesen Zusammenhang habe ich mir folgende Punkte vorgestellt.
1. Die verschiedenen Methoden zur Ortung der Leckage
- Thermo – Anemometer
- Rauchspender
- Thermografie
- Handflächen
- Federbüschel

2. Verhältnis Aufwand / Ergebnis der Einzelnen Methoden
3. Potenzial einer Baubegleitenden Messung / Qualitätssicherung
4. Besondere Leckagen Punkte (Welche Anschlussstellen sind besonders gefährdet)
Da ich leider noch nicht die riesen Praxiserfahrungen sammeln konnte dachte ich mir ich stelle mein geplantes Konzept erfahrenen Messingenieuren vor. Und hoffe dass ich Anregungen oder Kritik an meiner geplanten Arbeit bekomme.

In diesem Sinn freue ich mich auf Antworten.

Mit freundlichen Grüßen
S. Simon
S.Simon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.12.2014, 06:43   #2
HansSchoeber
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 25.12.2014
Ort: Frankfurt
Beiträge: 5
Standard

Sehr detaillierten Plan, ich freue mich auf die Ergebnisse




galaxy note 4 hülle

Geändert von HansSchoeber (28.12.2014 um 07:26 Uhr).
HansSchoeber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2015, 20:35   #3
S.Simon
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 10.12.2014
Ort: Alzenau
Beiträge: 4
Standard Heute war der Start

Guten Abend
heute ging es endlich los mit der ersten Messung. Das erste Mal in eigener Verantwortung. Und direkt ein Verblüffendes Ergebnis.

Untersuchungsmethode

...

Prüfung nach DIN EN 13829, Verfahren B
Verwendete Messgeräte:

• Infiltec Blower-Door, Model E3

Angaben zum Gebäude

Objekttyp: Einfamilienhaus
Baujahr: 2014/2015

Innenvolumen: 925,2 m³ ± 12 %
Nettogrundfläche: 140,93 m² ± 12 %


Windexposition: halbfrei
Lüftungsanlage: ja

Messbedingungen

Innentemperatur: 6,8 °C
Außentemperatur: 2,0 °C
Wind am Boden: 0 m/s
Windstärke: 0 Beaufort
Gebäudedruck: 1 Druckaufnehmer
Luftdruck: 976 hPa

Ergebnisse

bei 50 Pa Differenzdruck

Messung 1 - Unterdruck

Volumenstrom: 279 m³/h ± 6,1 %
Luftwechselzahl n50: 0,30 1/h ± 13 %
Grundflächenwert w50: 2,0 m³/(h m²) ± 13 %
eff. Leckagefläche: 139 cm² ± 6,1 %

Messung 2 - Überdruck

Volumenstrom: 250 m³/h ± 5,4 %
Luftwechselzahl n50: 0,27 1/h ± 13 %
Grundflächenwert w50: 1,8 m³/(h m²) ± 13 %
eff. Leckagefläche: 125 cm² ± 5,4 %

Leckagen

...

Gesamtergebnis

als Mittelwert der Messungen 1+2

Volumenstrom: 265 m³/h ± 5,7 %
Luftwechselzahl n50: 0,29 1/h ± 13 %
Grundflächenwert w50: 1,9 m³/(h m²) ± 13 %
eff. Leckagefläche: 132 cm² ± 5,7 %

Hinweise zur Bewertung der Luftwechselzahl n50 nach ENEV und DIN 4108, Teil 7

n50 <= 1,5/h Gebäude mit Lüftungsanlage
n50 <= 3,0/h Gebäude ohne Lüftungsanlage

Das Haus ist bis jetzt noch ohne Lüftungsanlage/ Elektronik oder sonstigen Ausstattungen.
Also nur die Folie rund herum gezogen und abgedichtet.
Jetzt meine Frage an euch hattet ihr schon einmal solch ein gut abgedichtetes Haus?
Oder kommt das öfter vor wenn bis dato nur die Folie im Haus verbaut wurde?
Eigentlich bin ich von einer n50 > 1,.. ausgegangen. Und habe direkt noch eine zweite Messung hinten dran gehängt mit exakt dem gleichen Ergebnis.
Dies deckt sich auch mit der anschließenden Leckage suche mit dem Thermoanemometer. (Konnte fast keine Fehlstellen finden, den Größen teil nur an den Fensteranschlüssen)

Würde mich über Resonanz freuen

Grüße
S. Simon
S.Simon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2015, 12:30   #4
Schrödingers Katze
Moderator
 
Benutzerbild von Schrödingers Katze
 
Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 974
Standard

...kommt eigentlich regelmäßig vor. Die meisten Messungen liegen so um die 0,8, aber 0,3 bis 0,5 ist immer mal wieder dabei, nicht nur bei Passivhäusern, sondern auch bei Standardbauten ohne LA. Wenn alle Handwerker, Planer und Bauleiter das Thema Luftdichtheit ernstnehmen und zusammenarbeiten, ist das auch kein Hexenwerk. > 1,0 kommt ebenfalls noch vor, ist aber eher die Ausnahme, oft dann gleich ganz verheerende Ergebnisse wegen nicht richtig vergossenen Steigzonen, unverputzten Außenwänden hinter Installationsvorwänden oder ähnlichem.
__________________
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