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Normen, Vorschriften, Urteile Normen, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die zum Thema Luftdichtheit von Bedeutung sind.

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Alt 07.05.2017, 13:40   #1
C. Burkhardt
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Registriert seit: 24.03.2016
Ort: Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern
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Standard Anforderungen an die Luftdichtheit eines Passivhauses

Nachdem das Passivhausinstitut in den "Kriterien für den Passivhaus-, EnerPHit- und PHI-Energiesparhaus-Standard" im Jahr 2015 keine Angabe zum Messverfahren drin hatte, steht jetzt dort in der Version vom 26.08.2016 auf einmal wieder das Verfahren A nach DIN EN 13829 drin.

Zwar darf Verfahren A / B im Passivhaus an sich keinen Unterschied machen, da außer der Lüftungsanlage keine Öffnungen nach draußen vorhanden sein sollen, aber so weit denkt sicher wieder keiner, der nicht ein "Freak" in Sachen Luftdichtheit ist.

Nachdem jetzt seit 2004 bereits ansonsten das Verfahren B vorgeschrieben ist, dennoch in Ausschreibungen noch das Verfahren A herumgeistert, belebt das Passivhausinstitut nun wieder das Verfahren A ... ein Wahnsinn!
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Luftdicht, was sonst?
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Alt 07.05.2017, 18:50   #2
H. Trauernicht
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Registriert seit: 20.06.2007
Ort: Sehnde bei Hannover
Beiträge: 1.656
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Ja, das ist ein Trauerspiel. Dann müssen beim Passivhaus wohl zwei Abschlussmessungen gemacht werden.
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Motto: Nicht Quantität zählt, sondern Qualität!
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Alt 07.05.2017, 22:14   #3
C. Burkhardt
Moderator
 
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Registriert seit: 24.03.2016
Ort: Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern
Beiträge: 64
Standard

Naja, immerhin heißt es in den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts "Die Prüfung wird zu einem Zeitpunkt empfohlen, an dem die luftdichte Ebene noch zugänglich ist und Ausbesserungen vorgenommen werden können." Dann könnte man für die baubegleitende Prüfung ein Messprotokoll mit Verfahren A anfertigen zum Nachweis für das Passivhausinstitut und für die Prüfung nach EnEV bei Fertigstellung ein Protokoll mit Verfahren B.

Allerdings sind die Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts in sich in diesem Punkt nicht stimmig. Bzw. frage ich mich, ob die Verfasser dieses Dokumentes je die DIN EN 13829 aufmerksam ganz durchgelesen und im Ganzen verstanden haben (zugegeben nicht ganz einfach). Bei einer baubegleitenden Luftdichtheitsprüfung dürfte man ja nach Verfahren A beispielsweise die zu diesem Zeitpunkt noch offenen Anwasseranschlüsse nicht abdichten. D.h. in Wirklichkeit muss man dann doch Verfahren B anwenden, wobei ja bei der baubegleitenden Prüfung auch lediglich "in Anlehnung an DIN EN 13829" ganz korrekt wäre, da ja sowohl bei Verfahren A wie auch Verfahren B die Gebäudehülle fertiggestellt sein muss.
Es bleibt einiges an Unsicherheit in der Anwendung der Kriterien ....
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