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Handwerk mit Berührung zum Thema Was muss der Handwerker wissen?

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Alt 18.01.2008, 15:49   #1
H. Trauernicht
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Standard Tipps zum Umgang mit Kabelsalat

Der Fachverband FLiB gibt Tipps zum Umgang mit Kabelsalat:
Die Durchführung von Installationen durch eine Geschossdecke zählt zu den klassischen Fehlerquellen beim Ausführen der luftdichten Ebene. Besonders wenn Elektrokabel und Rohrleitungen die Decke gleich bündelweise durchstoßen, ist die Phantasie des Handwerkers gefragt. Eine in der Baupraxis bewährte Lösungsmöglichkeit für das Problem hat der in Kassel ansässige Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. (FLiB) jetzt in einer anschaulichen Prinzipskizze festgehalten.

Quelle: http://www.flib.de/presse.html



Mir ist auch schon eine Abdichtung mit lose liegendem, feinem Sand begegnet. Allerdings muss dort erst recht dafür gesorgt, dass das Material an Ort und Stelle bleibt.



Gibt es weitere Erfahrungen und Ideen?
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Alt 18.01.2008, 18:37   #2
Schrödingers Katze
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Standard das Prinzip ist plausibel

allerdings kann man die "Schalung" für den Verguß durchaus mit dem vielgeschmähten Bauschaum herstellen. Und falls Fließmörtel doch noch zu grob ist, gibts für die Abdichtung Fließmittel/Dichtschäume aus dem Brandschutzbereich. Wenn es nicht allzu großflächig ist, kann auch die bekannte blaue Klebemasse im zweckentfremdeten Einsatz zum Ziel führen.
Aber wie bereits im zitierten Artikel erwähnt, sind all das nur Notfalllösungen, für den Fall daß der Planer gepennt und der Ausführende den Schnabel nicht rechtzeitig aufgetan hat.
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Alt 18.01.2008, 18:50   #3
H. Trauernicht
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Lächeln "magische Kräfte der blauen Klebemasse"

Bei "bekannte blaue Klebemasse" fällt mir gerade ein Fall ein:
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Alt 18.01.2008, 19:09   #4
eco-casa
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Standard viel hilft viel...

.... dann kann man mit pr****, der blauen Masse wirklich zaubern. Bei Kabelsalat die wirren Strähnen immer wieder in neuen Formationen auseinanderbiegen und die Lücken ausspritzen.... wird bei genügend Ausdauer zuverlässig dicht wenn auch nicht schön.... taucht in meiner Praxis aber nur auf wenn es um Bungalowhäuser geht in denen die luftdichte Ebene direkt oberhalb des Zählerkastens ist, ansonsten kann man derartige Bündel relativ gut verhindern.
Ich hatte letztens mal den Fall, daß in einem 34 cm breiten Balkenfeld aufgrund der technischen Installationen unbedingt ein 100mm Sanitärrohr und ein 210 mm gedämmter Lüftungsschlauch nebeneinander passen mussten. Die Balken gingen auch direkt dort durch die luftdichte Ebene . Da konnte man auch nur von unten und oben mit der Dampfbremse so formschlüssig wie möglich dagegengehen und dann sind zwei große Schlauchbeutel der "heiligen Masse" draufgegangen . Sah am Ende sogar ordentlich aus und das Ergebnis war auch entsprechend: Luftwechselrate unter der Nachweisgrenze der Meßeinrichtung.
Gruß
Arno Kuschow
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Alt 19.01.2008, 09:35   #5
H. Trauernicht
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Standard Um keinen zur Verschwendung zu verleiten:

Die "blaue Klebemasse" ist eigentlich zur Verklebung von Folien mit Mauerwerk gedacht. Dann passiert nicht sowas. Sie wird manchmal als Füllmaterial zweckentfremdet.

Dabei habe ich den Eindruck, dass man sich ähnlich wie beim Bauschaum auf besondere Heilkräfte verlässt (sie Foto oben). Hier noch ein Detail:
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Alt 19.01.2008, 19:36   #6
eco-casa
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Zitat:
Zitat von H. Trauernicht Beitrag anzeigen
Die "blaue Klebemasse" ist eigentlich zur Verklebung von Folien mit Mauerwerk gedacht. Dann passiert nicht sowas. Sie wird manchmal als Füllmaterial zweckentfremdet.

Dabei habe ich den Eindruck, dass man sich ähnlich wie beim Bauschaum auf besondere Heilkräfte verlässt (sie Foto oben). Hier noch ein Detail:
............genau, wenn man nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel ...........

aber wenn man weiß was man tut kann man damit viele kniffelige Probleme lösen, allemal besser als zu viele Falten in um die Ecke gezogenen Folien die dann nicht mehr dichtklebbar sind.

Die Gefahr, daß es wie Schaum mißbraucht wird sehe ich nicht so sehr weil es ja nicht scheinbar alles vollquillt sondern schon sorgfältig geführt werden muß und auch mit jeder Kartusche der mehrfache Wert einer Bauschaumdose draufgeht .... aber klar, wer pfuschen will findet immer einen Weg

Gruß
Arno Kuschow
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Alt 20.01.2008, 11:43   #7
Schrödingers Katze
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Standard Um Mißverständnisse zu vermeiden....

Es geht hier weder darum, schlampige Planung oder verpfuschte Ausführung zu rechtfertigen (nach dem Motto: ist ja noch zu retten!), noch geht es darum, irgendein Allheilmittel zu propagieren, es geht lediglich darum, eine halbwegs wirtschaftliche und gleichzeitig technisch (noch) vertretbare Sanierungsmöglichkeit aufzuzeigen. Mit diskretem Verweis auf das Kabinett der Horrorbilder stelle ich fest, daß immernoch nicht alle Planer und Ausführenden auf dem aktuellen Wissensstand sind - aber immerhin bessert sich die Gesamtsituation - zumindest statistisch gesehen.
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Alt 20.01.2008, 12:17   #8
H. Trauernicht
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Frage Zum ursprünglichen Thema zurück

Ist das Eingießen von Kabeln in Gips oder Zement wie auf dem Foto in den FLiB-Tipps empfohlen nicht recht fragwürdig?

Ich denke, es besteht dabei die Gefahr, dass der Mantel des Kabels leicht beschädigt werden kann wegen der sehr starren Fixierung. Und was ist, wenn später noch ein weiteres Kabel eingezogen werden soll?
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Alt 20.01.2008, 12:42   #9
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Zitat:
Zitat von H. Trauernicht Beitrag anzeigen
Ist das Eingießen von Kabeln in Gips oder Zement wie auf dem Foto in den FLiB-Tipps empfohlen nicht recht fragwürdig?

Ich denke, es besteht dabei die Gefahr, dass der Mantel des Kabels leicht beschädigt werden kann wegen der sehr starren Fixierung. Und was ist, wenn später noch ein weiteres Kabel eingezogen werden soll?
...........ich kann Deinen Gedankengang gut nachvollziehen, das kann tatsächlich ein Problem werden, auch wegen der Schallübertragung der starr eingegipsten Rohre etc. . Die Lösung beschränkt sich auf das Thema "Luftdicht", ohne die sonstigen technischen Bedürnisse ausreichend zu berücksichtigen ............... es gibt also noch viel zu tun
....ausgießen mit einer dauerelasisch abbindenden Flüssigkeit vielleicht?
Gruß
Arno Kuschow
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Alt 20.01.2008, 14:30   #10
Schrödingers Katze
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I.a. werden nicht Kabel, sondern Leerrohre eingemörtelt, bzw. einbetoniert, das ist gängige Praxis, incl. Planung von "Reserve"-Rohren, die Strippen werden sowieso nachträglich eingezogen. Die mechanische Beanspruchung ist beim Einbetonieren in eine Aussparung nicht größer oder riskanter als beim Einbetonieren in eine Decke....
..."dauerelastische Flüssigkeit".....was soll das sein?....Am nächsten kommt den Gedanken wohl der Brandschutz"schaum" Tangit (o.glw.), hat Zulassung für Rauchdichtheit, ist fließfähig, quillt aber nicht sehr stark und ist in der Verarbeitung flüssig, braucht also bei Deckenaussparungen eine "Schalung"
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