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Detailfragen zur Messung Vorbereitung des Gebäudes, Volumenberechnung, Abdichtungen ...

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Alt 29.04.2010, 08:56   #1
Michael Weber
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 15.12.2009
Ort: Wyhl
Beiträge: 15
Lächeln Gebäude dicht - n50 von 0,72 1/h

Sehr geehrte Luftdichtmesser/innen,

bei der letzten Messung hatte ich folgendes Problem:

Die Anforderung an den n50 betrug 0,6 1/h. Ich habe ein Gebäude in Holzrahmenbauweise mit einem Innenvolumen von 361 m³. Letzte Woche haben wir gemessen und sind auf einen Wert von 0,8 1/h gekommen. Ich habe eine ausführliche Leckagensuche durchgeführt und auch einiges gefunden, diese wurden nachgearbeitet.
Gestern habe ich nochmals gemessen und komme auf einen n50 von 0,72 1/h der Volumenstrom beträgt gemittelt 260m³ was auf eine äquivalente Leckagefläche von 130cm² schließen lässt.
Bei einem n50 von 0,6 dürfte der Volumenstrom max. 217m³ betragen, was eine äquivalente Leckagefläche von 109cm² bedeutet.
Die Differenz der beiden Flächen beträgt 21cm², also die noch zu schließende oder noch offene Fugenfläche zum Erreichen des n50 Wertes von 0,6.
Mein Bauleiter hat dies zu recht kritisch hinterfragt und ausgerechnet, dass bei einer mittleren Leckagenbreite von 3mm noch 700m Fugen offen stünden. Wir haben bei der zweiten Messung wie schon bei der ersten Messung alles abgesucht. Es wurden kein größeren Leckagen mehr gefunden.
Mein DG 700 geht jedes Jahr zur Kalibrierung und ist nächste Woche wieder dran, ich werde bei der Kalibrierung anmerken, dass mir die derzeitigen Abweichungen vom Sollwert mitgeteilt werden.
Kann es sein, dass bei kleinen Innenvolumen die Anforderungen schwerer einzuhalten sind als bei großen Volumen. Ist die Berechnung der äquivalenten Leckagefläche nochmals zu überdenken (die Angabe zur Berechnung habe ich aus der Weiterbildung in Eldagsen). Hat jemand schon mal ähnliche Probleme gehabt.
Was mir bei der Messung noch aufgefallen ist, der Fensterbauer hat ein Innendichtband mit einer Perforierung verwendet. Auf dem Band ist das Zeichen einer Spachtel drauf. Mir kam das Band nicht luftdicht vor, aber kann es sein, dass es Anschlussbänder gibt, welche erst mit der Bespachtelung luftdicht werden?


Gruß vom Kaiserstuhl


Michael Weber
Michael Weber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2010, 18:42   #2
Michael Weber
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 15.12.2009
Ort: Wyhl
Beiträge: 15
Standard Nachtrag:

Kapitaler Kommafehler. Die Fugenlänge wäre demnach 700mm d.h. 0,7m. Gut, diese Frage hat sich wohl gerade erledigt.

Gruß Michael Weber
Michael Weber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2010, 18:49   #3
H. Trauernicht
Administrator
 
Registriert seit: 20.06.2007
Ort: Sehnde bei Hannover
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Das kenne ich auch: Zuletzt, wenn nichts mehr hilft, wird immer das Messgerät in Frage gestellt.

Der Volumenstrom hat übrigens die Maßeinheit m³/h.

Weiter geht es mir oft genauso. Man beschreibt jemandem ein Problem und ohne, dass der andere etwas gesagt hätte, kommt man selbst schon auf die Lösung.
__________________
Motto: Nicht Quantität zählt, sondern Qualität!
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Alt 29.04.2010, 21:36   #4
Schrödingers Katze
Moderator
 
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Registriert seit: 22.06.2007
Ort: Wehr, Ba-Wü
Beiträge: 992
Standard

....Holzrahmenbau...ist die luftdichte Ebene mit Folie oder mit (OSB-)Platten ausgeführt? In letzerem Fall können Platten minderer Qualität in N+F-Stößen, falls nicht verklebt oder verleimt, kritisch sein oder eine gewisse "Porosität" aufweisen, ohne daß man höhere Strömungsgeschwindigkeiten messen könnte.
Ist das Kompriband unter der Schwelle zur Bodenplatte, respektive Kellerdecke möglicherweise zu weit aufgegangen, etwa wegen unebenheiten im Beton? Fensterabklebung wurde schon erwähnt. Gibt es einem Kaminzug aus haufwerksporigem Material, der noch nicht verputzt ist?
__________________
nothing is foolproof to a sufficiently talented fool
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