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Normen, Vorschriften, Urteile Normen, Vorschriften und Gerichtsentscheidungen, die zum Thema Luftdichtheit von Bedeutung sind.

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Alt 20.03.2009, 18:29   #1
H. Trauernicht
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Standard Schreibt die EnEV2009 die Luftdichtheit nicht mehr zwingend vor?

Zumindest sind die Grenzwertpassagen an eine Bedingung geknüpft.

Mich überraschen einige merkwürdige Formulierungen der die Luftdichtheit betreffenden Vorschriften in der Mitte dieser Woche beschlossenen Energieeinsparverordnung 2009:
Die Texte habe ich unter http://www.luftdicht.de/luftdicht_in_enev2009.htm zusammengetragen.
Bitte kritisch lesen und evtl. Fehler mitteilen!

In §6 heißt es in Satz 3:
... Wird die Dichtheit nach den Sätzen 1 und 2 überprüft, kann der Nachweis der Luftdichtheit bei der nach § 3 Abs. 3 und § 4 Abs. 3 erforderlichen Berechnung berücksichtigt werden, wenn die Anforderungen nach Anlage 4 Nr. 2 eingehalten sind. (Anmerkung: bisher hieß es: "... ist Anhang 4 Nr. 2 einzuhalten.")

In Anlage 4 Nr. 2 heißt es:
2 Nachweis der Dichtheit des gesamten Gebäudes Wird bei Anwendung des § 6 Absatz 1 Satz 3 eine Überprüfung der Anforderungen nach § 6 Abs. 1 durchgeführt, darf der nach DIN EN 13 829 : 2001-02 bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa gemessene Volumenstrom - bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen - bei Gebäuden
- ohne raumlufttechnische Anlagen 3,0 h-1 und
- mit raumlufttechnischen Anlagen 1,5 h-1
nicht überschreiten.

Mit anderen Worten: Wenn nicht geprüft wird, brauchen die Grenzwerte nicht eingehalten zu werden. Die Dichtheitsgrenzwerte sind an die Bedingung geknüpft, dass aus einem ganz bestimmten Grund eine Nachweismessung durchgeführt wurde.

Es scheint nur noch geregelt zu sein, ab wann die Luftdichtheit in der Berechnung berücksichtigt werden darf.

Bleibt nur noch zu rätseln, was eine Umfassungsfläche (einschließlich der Fugen) ist, die dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist. Und wie man die Luftundurchlässigkeit sicherstellen kann.

Kann bitte mal jemand das juristische Verwirrspiel auflösen?
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Alt 23.03.2009, 07:17   #2
H. Trauernicht
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Standard Jetzt mal positiv ausgedrückt:

1.) Die EnEV fordert, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet ist.

2.) Der Grad der geforderten Luftundurchlässigkeit (falls es den bei einem so absoluten Begriff überhaupt geben kann) richtet sich nach anerkannten Regeln der Technik. Anerkannten Regeln der Technik gibt es beim Thema Luftdichtheit aber leider noch nicht!

3.) Die EnEV zeigt an einem Beispiel (Nachweis wegen Anrechnung bei der Energiebedarfsberechnung), wie Dichtheit überprüft werden kann. Für die Anrechenbarkeit reicht die Einhaltung der im Anhang der EnEV genannten Grenzwerte.
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Alt 10.07.2009, 11:23   #3
dimagb
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Standard AaRdT und Fugen(un)durchlässigkeit

Guten Tag,

Regeln der Technik zu Fugen(un)durchlässigkeit gibt es, sogar allgemein anerkannte, die aber allgemein ignoriert werden. Zum Beispiel DIN 18055 (wobei die DIN nur manchmal zu den aaRdT zählen). Zum Verständnis ein Zitat:

"Der moderne Unsinn

Er setzte mit der Entwicklung von Fenstern aus Kunststoff- und Metallprofilen noch lange nicht ein. Auch die Entwicklung von Elastomeren, PVC, synthetischen Kautschuks, Gummis usw. als Dichtstoffe im Bauwesen waren anfänglich nicht der Grund.

Es begann mit einer politisch und wirtschaftlich motivierten Klimahysterie. Man kürte das Kohlendioxid in der Atmosphäre zum "Klimakiller" und propagierte den Weltuntergang durch das so genannte "global warming", hierzulande als "Klimaerwärmung" bekannt (immerhin stolze 0,7 °C in 100 Jahren).

Beim Neuerfinden der Idee der Energieeinsparung kam man irgendwann auch auf den Dreh, die "gigantischen" Lüftungswärmeverluste zu reduzieren. Es entbrannte ein Wettbewerb der Fensterhersteller um höher dämmende und besser dichtende Fenster.

Aus Wettbewerbsgründen wird mit immer dichteren Fenstern geworben. Dadurch tragen die Herstellerfirmen dazu bei, daß die Erwartung der Verbraucher an die Begrenzung der Fugendurchlässigkeit immer höher geschraubt wird. Diesen Unfug hat man technisch und werbemäßig dahin entwickelt, über Fugen praktisch nahezu "luftundurchlässige" Fenster fertigen zu können.

"Die Frage, ob unsere Fenster zu dicht sind, ist eindeutig mit ja zu beantworten." Zu diesem Ergebnis kam R. Müller vom Prüfinstitut Türentechnik und Einbruchsicherheit, Rosenheim, mit der Vorstellung des Berichtes " Sind unsere Fenster zu dicht?" auf dem Feuchtetag ´99 (7./8. Oktober 1999, BAM, Berlin; nachzulesen im DGZfP-Berichtsband BB 69-CD).

Um zu verdeutlichen, wie diese Einschätzung zustande kam, sei noch ein Zitat gestattet:

"Heute sind Fensterkonstruktionen auf dem Markt zu finden, die selbst unter starker Windbelastung kaum mehr einige Kubikmeter Luft in das Gebäude lassen. So ergaben Untersuchungen von Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenstern heutiger Konstruktionen, dass diese - bei einem Prüfdruck von 10 Pa - a-Werte von weniger als 0,04 m3/h×m aufweisen. Das heißt, dass hierbei durch ein Fenster mit etwa 1,20 m Breite und 1,40 m Höhe knapp 0,21 m3 Luft pro Stunde durchgehen.

Bei einer Prüfdruckdifferenz von 150 Pa - etwa frische Brise = größere Zweige werden bewegt - betragen die gemessenen a-Werte zwischen 0,10 und 0,35 m3/h×m. Selbst unter Heranziehung des höchsten Wertes von 0,35 m3/h×m wird für o. g. Fenstergröße ein maximaler Luftdurchgang von weniger als 2 m3 pro Stunde erreicht. Nach Wärmeschutzverordnung und DIN 18055 dürfte dieser Wert am gleichen Fenster für die Beanspruchungsgruppe B bei gut 31 m3 pro Stunde liegen.

Bei einer Prüfdruckdifferenz von 600 Pa - etwa ab schwerem Sturm = Bäume werden umgeworfen - betrugen die gemessenen a-Werte zwischen 0,5 und 1,8 m3/h×m. Das bedeutet für die Holzfensterkonstruktionen, die den höchsten Wert erreichten, dass deren Luftdurchgang unter 9,5 m3 pro Stunde liegt. Nach Wärmeschutzverordnung und DIN 18055 dürfte dieser Wert an den gleichen Fenstern für die Beanspruchungsgruppe B bei etwa 55 m3 pro Stunde liegen.

Diese Auswertungen zeigen, dass unsere heutigen Fenster im Vergleich zu den gestellten Anforderungen viel zu dicht sind (Bild 3)."

Die gestellten Anforderungen ergeben sich aus DIN 18055. Maßgebend ist der Grenzwert der längenbezogenen Fugendurchlässigkeit. Er beträgt für Beanspruchungsgruppe A (Gebäude bis 8,0 m Höhe) bei einem Prüfdruck von 150 Pa < 2,0 m3 / h x m und für Beanspruchungsgruppe B und C (Gebäude bis 20,0 bzw. 100,0 m Höhe) bei einem Prüfdruck von 300 bzw. 600 Pa < 1,0 m3 / h x m (a-Wert bei 10 Pa).

Die oben aufgeführten Erläuterungen sind bezeichnend für das Dilemma. Wohin hat dieser unsinnige Dichtheitswettbewerb geführt? Feuchteschäden in den Leibungen, an Wänden und in Zimmerecken, Schimmel, Bronchitis, Asthma. Zugegeben, das sind Tatsachen, die man in Werbeschriften nicht zu lesen bekommt - gerade deshalb führe ich sie hier an.

Zu dem Problem, dass die Permanentlüftung über die Fensterfugen gegen Null tendiert, kommt die geschürte Angst hinzu, mittels Stosslüftung wieder mal Wärme- und somit Geldverluste zu erleiden. "Lieber ersticken als erfrieren" hieß das früher, heute heißt das energiesparend leben und wohnen.

Noch dazu, wo der Verbraucher Tag für Tag eingehämmert bekommt, wie er mit seinem ach so hohen Heizaufwand "das Klima" schädigt - unbewiesen, unbegründet, aber immer wieder heruntergebetet - und was ihm doch für immense finanzielle Nachteile aus den Lüftungswärmeverlusten entstehen."

aus:
Das Fenster
- vom Licht- und Luftdurchlass zum hermetischen Hightech-Element
Unsinnigkeiten in der technischen Entwicklung

Oktober 2002 - immer noch topaktuell

http://www.schimmelpilz-sanieren.de/info/fe/fe02.htm
dimagb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2009, 11:32   #4
H. Trauernicht
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Unglücklich

Sollte dieser Zusammenhang der Grund dafür sein, dass die Formulierungen in der EnEV 2009 so irritierend gewählt sind?

und

Kann eine "allgemein ignorierte Regel" eine "allgemein anerkannte Regel sein" sein?
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Alt 10.07.2009, 13:04   #5
Schrödingers Katze
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Standard

Zitat:
Zitat von H. Trauernicht Beitrag anzeigen
Sollte dieser Zusammenhang der Grund dafür sein, dass die Formulierungen in der EnEV 2009 so irritierend gewählt sind?.....
Wohl kaum. Ebensowenig, wie Normen aus dem Antiquariat, Reduktion des Problems auf ein einziges Bauteil, oder Mitgliedschaft in der Öllobby......

Besagte Schimmelprobleme traten in der Anfangsphase dichter Konstruktionen häufiger auf und sind auch jetzt noch nicht ganz verschwunden, insbesondere bei Nutzern, die
- eine kontrollierte Wohnraumlüftung verteufeln
- bei Fehlen einer solchen nicht wirksam lüften können oder wollen
oder bei unvollständiger oder inkonsequenter Planung des Gesamtgebäudes oder falscher Teilsanierung.
Moderne Technik funktioniert eben nur bei richtiger Handhabung.

Und falls jemand doch lieber zurück ins Mittelalter oder gar in die Steinzeit will: Es werden immer wieder Freiwillige für entsprechende Experimente gesucht.......

Das Formulierungsproblem sehe ich eher in der Macht des hl. Bürokratius. Ob Luftdichtheit in der EnEV steht, oder indirekt in "Nebenbedingungen", ist eigentlich nicht so wichtig.
__________________
nothing is foolproof to a sufficiently talented fool
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Alt 10.07.2009, 14:31   #6
dimagb
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Standard Dank EN: Fugendurchlässigkeit neu definiert

alt: DIN 18055: a-Wert = die pro Meter Fugenlänge ausgetauschte Luftmenge in m³/hm bei einer Druckdifferenz von 10 Pa
neu: DIN EN 12207: Referenzluftdurchlässigkeit (Q100)
a) Referenzluftdurchlässigkeit bei 100 Pa in m³/(hm²) bezogen auf 1m² Fensterfläche
b) Referenzluftdurchlässigkeit bei 100 Pa in m³/(hm) bezogen auf 1m Fugenlänge
Was ist neu?
Statt Beanspruchungsgruppen A, B und C (DIN 18055): Klassen 1, 2 und 3 (DIN EN 12207)
Fazit: trotz neuer Namen und Prüfwerte: nichts neu, nichts besser.

* * *

Ich bedanke mich bei dem Herrn Fachmann für die überaus sachliche und konstruktive Kritik, die ich zum Anlass für eine kleine Ergänzung genommen habe.
http://www.schimmelpilz-sanieren.de/info/fe/fe02.htm

Leider gibt es außer neuen Namen keine wesentlichen Änderungen, dem Fenster wird es wohl egal sein, ob es zu Klasse 1 oder Gruppe A gehört. Das Kernproblem ist und bleibt*, dass ohne Not hermetisiert wird.

Dazu kommt dann noch der dumme Bewohner als das größte Schimmelrisiko.
http://www.schimmelpilz-sanieren.de/info/fe/fe04.htm


* Wie in gewöhnlich gut informierten Kreisen bekannt ist, wird heimlich, still und leise unter Rosenheimer Federführung und nach drängenden Hinweisen aus der Wohnungswirtschaft am Regelwerk gefeilt - damit dies eben nicht so bleibt.
dimagb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2009, 15:13   #7
H. Trauernicht
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Ausrufezeichen

@dimag: Das Thema Fugendurchlässigkeit (Sinn oder Unsinn) hat mit der Ausgangsfrage bzw. Feststellung (irritierende Formulierungen in der EnEV 2009) nicht mehr direkt etwas zu tun. Bitte ein neues Thema beginnen und damit füllen, wenn gewünscht. Wenn Bedarf besteht, füge ich ein Unterforum "Schimmel" ein.

Ein Zurück zur unkontrollierten Lüftung über Fugen wird es aber kaum geben.
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Alt 12.07.2009, 11:42   #8
HUR
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Standard EnEV2009 und Luftdichtheit

Sehr geehrter Herr Trauernicht,

ohne auf die Hinweise zur DIN 18055 und den in Konformitätsphase befindlichen Normen "EN 1026, Prüfung Fugendichtigkeit, EN 12207, Beurteilung" einzugehen; die Fugendurchlasskoeffizienten für Fenster sind geregelt. Das hat aber nichts mit der Forderung nach der Luftdichtheit von Gebäuden oder Gebäudeteilen zu tun.

Sofern die Dinge - einem Sachverständigen sind die vielen formalen Knoten in seinem Gehirn bitte nachzusehen - strittig diskutiert werden, bleibt die Rechtsposition; die aRdT sind selbstverständlicher Vertragsbestandteil. Und DIN 4108 ist unstrittig den aRdT zuzurechnen.

DIN 4108-7 "Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden, Luftdichtheit von Gebäuden, Anforderungen, Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie -beispiele" sagt unter 4.4 Anforderungen an die Luftdichtheit:

Werden Messungen der Luftdichtheit von Gebäuden oder Gebäudeteilen durchgeführt, so darf der nach DIN EN 13829:2001-02, Verfahren A, gemessene Luftvolumenstrom bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa

- bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlagen:
• bezogen auf das Raumluftvolumen 3 h–1 nicht überschreiten oder
• bezogen auf die Netto-Grundfläche 7,8 m3/(m2 · h) nicht überschreiten
- bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen (auch Abluftanlagen)
• bezogen auf das Raumluftvolumen 1,5 h–1 nicht überschreiten oder
• bezogen auf die Netto-Grundfläche 3,9 m3/(m2 · h) nicht überschreiten

Die volumenbezogene Anforderung gilt allgemein. Bei Gebäuden oder Gebäudeteilen, deren lichte Geschosshöhe 2,6 m oder weniger beträgt, darf alternativ die nettogrundflächenbezogene Anforderungsgröße benutzt werden.

Die Einhaltung der Anforderungen an die Luftdichtheit schließt lokale Fehlstellen, die zu Feuchteschäden infolge von Konvektion führen können, nicht aus.

Insbesondere bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ist eine deutliche Unterschreitung des oben angegebenen Grenzwertes sinnvoll.

Zur Beurteilung der Gebäudehülle kann zusätzlich der hüllenflächenbezogene Leckagestrom q50 herangezogen werden, der einen Wert von 3,0 m3/(m2 · h) nicht überschreiten darf.

Mit freundlichen Grüßen

HUR
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Alt 12.07.2009, 12:43   #9
H. Trauernicht
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Zitat:
Zitat von HUR Beitrag anzeigen
... Und DIN 4108 ist unstrittig den aRdT zuzurechnen.

HUR
Weitgehende Zustimmung. Nur bei der Frage, ob die DIN4108-7 als aRdT zu betrachten ist, folge ich eher dem Artikel "Die Luftdichtheit der Gebäudehülle im öffentlichen und privaten Baurecht" von RA Ulf Köpcke, veröffentlicht im FLiB-Buch "Gebäudeluftdichtheit". Ich zitiere Seite 122, 3. Absatz:

"Es kann...nicht damit gerechnet werden, dass die einschlägige DIN 4108-7...als für Luftdichtheit maßgebliche allgemein anerkannte Regel der Technik festgeschrieben würde. Diese Norm muss in ihrer Fassung 2001 als veraltet angesehen werden..."

Dem neuen Entwurf (2009) gebe ich aus anderen Gründen keine Chance den Status einer aRdT zu erhalten.
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H. Trauernicht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2009, 16:30   #10
KPS
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... und somit bleibt dann die Interpretation der EnEV-Passage im § 6 (1) ...

"Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist" ...

weiter fest in der Hand von Juristen ... eine spannende Angelegenheit!

KPS
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